Die EG Diez-Limburg ist einen Spieltag vor Ende der Pre-Playoffs nur noch theoretisch vom ersten Tabellenplatz zu verdrängen. Die Rockets gewannen ein hart umkämpftes und ausgeglichenes Derby gegen die Bären aus Neuwied mit 4:3 (1:0, 2:2, 1:1).
Die Partie der zwei aktuell besten Teams der Liga hatte ehrlicherweise keinen Sieger verdient, so ausgeglichen war das Aufeinandertreffen – am Ende mit dem besseren Ende für die Gastgeber. Am Sonntag will sich die EGDL im Heimspiel gegen Meister Herford (19.30 Uhr) endgültig die beste Ausgangslage für die Playoffs sichern. Der Vorsprung vor Verfolger Neuwied, der gegen Hamm spielt, beträgt drei Punkte und 12 Tore.
 
Die ersten 20 Minuten waren bereits ein sehr intensiver Vorgeschmack auf das, was die Zuschauer an diesem Abend zu erwarten hatten. Auch wenn die Rockets leichte Spielvorteile besaßen, so hatten die Bären die besseren Torchancen. Eine Führung für Neuwied lag mehrfach in der Luft, der erste Treffer fiel dann aber nach einem individuellen Fehler auf der Gegenseite: Kevin Lavallee nutze die Chance zum 1:0 (17.). Nach diesem Muster sollten noch einige Tore fallen. „Alle Treffer heute Abend sind entweder aufgrund individueller Fehler oder individueller Klasse gefallen“, hielt EGDL-Trainer Frank Petrozza fest.
 
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Die einzige Phase, in der man das Gefühl hatte, das Spiel kippt nun deutlich in eine Richtung war jene zwischen der 22. und der 30. Minute. Mit einem Doppelschlag in diesen beiden Minuten sorgte RJ Reed für die zwischenzeitliche 3:0-Führung. Die Bären wirkten angeknockt, profitierten dann aber ebenfalls von Fehlern in der Rockets-Defensive: Erst zum 1:3 durch Kevin Wilson (34.), dann zum 2:3 durch Tobias Etzel (37.). Die Partie war wieder völlig offen.
 
Im letzten Abschnitt egalisierte der Ex-Diezer Jeff Smith die Partie dann auch auf der Anzeigentafel: Sein 3:3 in Überzahl (43.) war in dieser Phase der Lohn für die Moral und die Willensstärke der Gäste – den Ausgleich hatte sich Neuwied verdient. Doch nur zwei Minuten später traf Andre Bruch nach starker Einzelleistung zum 4:3 (45.) – es sollte der letzte Treffer der Partie sein. Ausgerechnet Bruch: Der ehemalige Neuwieder und Dauerbrenner im Team der Raketen belohnt sich für seinen stets hohen Einsatz mit dem Siegtreffer und wurde zurecht zum „Player of the Game“ gewählt bei der EGDL.
 
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„Glückwunsch an Diez-Limburg zum verdienten Sieg der Pre-Playoffs“, sagte Neuwieds Trainer Leos Sulak. „„Das ist verdient. Die beste Mannschaft der Vorrunde und der Zwischenrunde hat sich durchgesetzt. Zum Spiel heute: Wir haben ganz gut angefangen, unsere sehr guten Chancen aber nicht genutzt. Nach dem 0:3 sind wir zurückgekommen, haben dann aber vor dem vierten Gegentreffer wieder einen dummen Fehler gemacht. Es war ein sehr spannendes Spiel zweier sehr guter Teams. Diese Partie hatte keinen Sieger verdient.“
 
„Kompliment an meine Mannschaft“, sagte Frank Petrozza. „Das war heute ein hartes Stück Arbeit. Da standen heute Abend die beiden besten Teams der Liga auf dem Eis. Und ich gebe Leos Recht: Nach einem solchen Spiel sollte es eigentlich keinen Sieger geben. Ich freue mich dennoch über den Erfolg. Jetzt wollen wir die Runde am Sonntag mit einem Sieg vor unseren Fans gegen Herford abschließen und mit einem guten Gefühl in die Playoffs starten.“
 
EG Diez-Limburg: Guryca (Stenger) - Seifert, Günther, Wex, Pompino, Ewald, Krämer, Mörschler, Naumann - Piwowarczyk, Maier, Gimenez, Bruch, Lademann, Schwab, Lavallee, Reed, Grund, Luft, Firsanov.
Schiedsrichter: Marc Stromberg.
Zuschauer: 874.
Tore: 1:0 Kevin Lavallee (17.), 2:0 RJ Reed (22.), 3:0 RJ Reed (30., Überzahl), 3:1 Kevin Wilson (34.), 3:2 Tobias Etzel (37.), 3:3 Jeff Smith (43., Überzahl), 4:3 Andre Bruch (45.).
Strafminuten: Diez-Limburg 6, Neuwied 44..
Der Ausblick / Pre-Playoffs
Sonntag, 19.30 Uhr: EGDL vs Herford
 

 

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